Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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Ganz gewiß! und der Kaiſer iſt ihr unver⸗ beſſerlicher Meiſter.

Der Kaiſer ein Narr?! rief erſchrocken der Mönch und ſah ſich ſcheu um, ob auch Niemand dies Wort gehört.

Ja, ja! wiederholte David laut. Der Kaiſer iſt ein großer Narr, denn er legt ſich nackt in ei⸗ nen Ameiſenhaufen, er greift mit der Hand in ein Wespenneſt, er hält die Welt für eine Auſter und will ſie mit einem Schwerte öffnen!

Darüber vermag ich nicht zu urtheilen, ent⸗ gegnete der Pater, mit dem Weltlauf und den poli⸗ tiſchen Händeln habe ich nichts zu thun. Ich lebe wie ein Einſiedler in einem Kloſter.

Dann ſind wir Collegen, rief der Narr, denn der Kluge iſt der Einſiedler bei der tollen Maske⸗ rade des Lebens. O du Glücklicher, fuhr David fort, du bleibſt in deinem lieben Vaterlande und kannſt hier für deſſen Wohl wenigſtens beten. Ich aber muß in Geſellſchaft von Unthieren nach dem vermaledeiten Italien ziehen und ſehen, wie mein guter Herr dem Teufel in den Rachen läuft.

Mit Unthieren zieht Ihr? rief der Mönch er⸗ ſtaunt, habe wol ſchon gehört, daß der Kaiſer ſolche halte, als da ſind: Kameele und Affen, aber daß er ſolche mit nach Deutſchland gebracht habe, davon hörte ich noch nichts.

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