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Freilich hatte er an Ezelino ſeinen Mann ge⸗ funden, allein der Markgraf verband ſich nun mit Padua, Treviſo und Vicenza, und dieſer über⸗ legenen Macht mußte ſelbſt der F⸗ Romano weichen.
In ſeiner ungezügelten Wuth ging Eſte ſo weit, bekannt machen zu laſſen, daß, wer mit dem Kaiſer in irgend eine Verbindung trete, ja nur ſeinen Namen nenne, des Todes ſchul⸗ dig ſei!
Dieſe fürchterliche Beleidigung des Kaiſers forderte ſchwere Strafe, noch lauter aber forderte Ezelino's Hauptklage Himmel und Erde zur Rache auf.
Der Markgraf von Eſte hatte nämlich durch einen heimlichen Ueberfall die beiden reizenden Nichten Ezelino's, Amabila und Griſeldis, nebſt ihrer Mutter in ſeine Gewalt bekommen.
An dieſen zarten, unſchuldigen Weſen ſuchte nun der Unmenſch ſeine Rache, ſeine Wuth über die empfindlichen Niederlagen, die ihm Ezelino's Tapferkeit oft ſchon zugefügt, zu kühlen.
An Pfähle gebunden ließ er ihnen, ungerührt von ihrem Flehen, ihrer Schönheit, ihrer Unſchuld und Verzweiflung die Kleider unter dem Gürtel wegſchneiden, ſtellte ſie, alſo völlig entblößt, den Blicken und dem Spott des rohen Kriegsvolkes


