Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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für ſein Haus erblich zu machen, an der Vorſicht der Fürſten.

Daß Friedrich II auch hierin nicht minder die Größe und Hoheit des deutſchen Reiches wollte, als die ſeines eigenen Hauſes, unterliegt keinem Zweifel. Allein theils ſah die damalige Zeit für einen ſo tief gedachten, großartigen Plan noch nicht hell genug theils widerſetzte ſich ihm der Ehrgeiz und Eigennutz der Fürſten.

Umſonſt ſetzte ihnen Friedrich auseinander, was ihnen ſchon ſein Vater Heinrich V dargethan. Vergebens machte er ſie darauf aufmerkſam, daß ihr Vaterland und ſie ſelbſt nur dadurch gewinnen könnten.

Wie nachtheilig hatte nicht bisher der Tod ei⸗ nes jeden Kaiſers auf das Reich zurückgewirkt! Folgte ihm doch nothwendig jedesmal bis zur er⸗ neuten Wahl eine Zeit, in welcher das Reich ohne Haupt blieb und gemeinlich durch Parteiungen in einen Zuſtand wahrer Auflöſung zurückſank.

Und ſelbſt die neue Wahl, wie oft gab erſt ſie das Signal zur Anarchie! Wie leicht konnten ſich zwei und mehr Meinungen, ja Erwählte, feindlich entgegenſtehen, die dann, mit doppelter Hartnäckig⸗ keit und mit gedoppeltem Haß ſich befehdend, das eigne Vaterland zerreißen, es ſchwächen und ſeines Anſehens und ſeines Ruhmes berauben mußten!