Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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22 deinen Gründen inſofern recht, als allerdings die Angelegenheiten des Kaiſerreiches, wie ſie ein⸗ mal ſtehen, den Kaiſer zwangen, ſo und nicht an⸗ ders zu handeln. Ich aber, und mit mir wol jeder gute Deutſche, ich hätte gewünſcht, Friedrich würde die allerdings großartige Idee eines römiſch⸗ deutſchen Reiches aufgegeben und ſich ledig⸗ lich mit der Größe und dem Glück Deutſchlands beſchäftigt haben. Aber er hat ſeine Meinung hierüber klar und deutlich in den Sendſchreiben, die er erlaſſen, ausgeſprochen. Seine körperliche Gegenwart hält er weniger nöthig, wenn nur jede weltliche Gewalt ſich im Kaiſerthum reinige und verkläre, daß alles Vereinzelte in ihm ſeinen Trä⸗ ger finde und wie von einem höheren Lebensgeiſte und Lebensgrunde durchdrungen und erhalten werde. Daher ſein unglückſeliger Kampf mit der Kirche, ein Kampf, der freilich in Italien geführt werden muß, wenn er überhaupt nöthig, der ihm aber vielleicht noch, o! möchte ich mich täuſchen, Krone und Leben koſten kann.

Mußte er aber nicht ſeine Erbreiche ordnen und ſchützen? den Kreuzzug unternehmen? die lombardiſchen Rebellen züchtigen und des deutſchen Kaiſerreiches Ehre aufrecht erhalten? entgegnete feurig der junge Habsburg.

Mir däucht, ſagte der Abt, Deutſchlands