Teil eines Werkes 
2. Theil (1845)
Entstehung
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gerufen durch die große Entdeckung der Dampf⸗ kräfte und des Maſchinenweſens, ſo müſſen wir uns eben leider auch überzeugen, daß faſt allen Strebungen ein eigennütziges Spekuliren zu Grunde liegt. Materielles Wohlſein iſt heut zu Tage das Loſungswort und alle Unternehmungen groß und klein, von Hohen und Niedernvon Armen und Reichen ſind nur Mittel, jenes Ziel zu erreichen.

Wie ganz anders, um wie viel ernſter, from⸗ mer, geiſtiger und poetiſcher waren dagegen die Zeiten des Mittelalters!

Freilich erfreuen wir uns heut zu Tage einer höheren Aufklärung, eines tieferen und geläuter⸗ teren Wiſſens, einer bei weitem größeren Behag⸗ lichteit, geordneterer Rechtszuſtände, kurz eines tauſendfach geſteigerten Kulturzuſtandes, freilich wird kein vernünftiger Menſch ſich in die Zeiten des Aberglaubens und des Fauſtrechtes zurückwün⸗ ſchen; wie uns aber, treten wir aus einem unſerer neuen, glatten, lichten, Herz und Gemüth kalt laſſenden Gotteshäuſer in einen jener mittelalter⸗ lichen Dome ein frommer, poetiſcher Schauer Cben der Geiſt jener Jahrhunderte) entgegenweht; wie wir uns in denſelben, durch das feierliche Halbdunkel, die dichteriſchen Formen und Farben (die unter ihrer Narrheit ſo hoch begeiſternde Ge⸗ danken bergen) zur Andacht, zu ſchwärmeriſchen