Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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Laut der Klage kam über ihre Lippen, die blaß und immer bläſſer wurden.

Nach einer Viertelſtunde war der Anfall vor⸗ über und die Wöchnerin ward ruhig.

Sie verlangte noch einmal ihr Kind, küßte es und gab es David. Dann blieb ſie ſtill.

Plötzlich ſagte ſie: Es wird finſter! Licht! David legte ſeine Hand auf ihre Stirn; ſie war kalt und feucht. Abermals Stille, hierauf ein ſchluchzendes Athmen; dann lispelte ſie: Friedrich! ſchrie auf und war nicht mehr.

David kniete zu ihrer Seite und preßte ſeine Lippen auf die kalte Hand.

Die Engel aber umfloß ein morgenrother Glanz, ihre Häupter blitzten wie das Licht der Sonne, ihre Flügel ſtralten in Purpurfeuer und ſelig gewiegt auf den Wogen himmliſcher Melodien ſchwebten

ſie ſanft empor und führten die Schweſterſeele triumphirend zu des Ewigen Thron. Was du verlorſt, hat er gefunden, Du triffſt bei ihm, was du geliebt;

Und ewig bleibt mit dir verbunden, Was ſeine Hand dir wiedergibt.