Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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verſuchte den Weg der Güte, ſo ſtand zwar auf der einen Seite zu vermuthen, daß er Gewißheit über die Verlorenen erhalten, ſie vielleicht ſehen und ſprechen würde; andererſeits aber mußte er befürchten, von den Mönchen überwältigt und zu⸗ rückgehalten, vielleicht in einem Burgverließe auf ewig unſchädlich gemacht zu werden.

Ein Mann wie David kannte keine Furcht; aber Klugheit gebot ihm um ſo mehr vorſichtig zu ſein, als mit ihm das kaum entdeckte Geheimniß von dem Aufenthalte der Schweſtern in Gefahr war, wieder verloren zu gehen.

Er überlegte hin und her. Da erinnerte er ſich plötzlich, wie er einſt in Reggio, durch die entſchie⸗ dene Annahme einer Wahrſcheinlichkeit ſo mächtig auf den Mönch gewirkt, durch deſſen Hülfe ſodann der Kaiſer befreit worden. Dies Mittel konnte vielleicht auch hier fruchten, namentlich wenn er mit Beſtimmtheit als Geſandter des Kaiſers auf⸗ trete, die Gefangenen reclamire und nöthigenfalls mit einer Waffengewalt drohe, welche ihm auf dem Fuße folge.

Der kühne Gedanke ſagte dem Herzen Davids zu und ſeine Ausführung ward in ihm zum feſten Entſchluß.

Mit den erſten Stralen der Morgenſonne klopfte er an die wohlverwahrte Pforte und ließ

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