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Und warum war dieſelbe plötzlich verſtummt? Warum folgte auf ſein leiſes Rufen keine Antwort? Warum zeigte ſich das ſüße Mädchen nicht? Sollte ihr gegenſeitiger Geſang gehört— ihr Unter⸗ nehmen entdeckt worden ſein?
Alle dieſe Fragen durchſtürmten Davids Bruſt; tauſend Zweifel regten, Gedanken, Vermuthungen, Entſchlüſſe kreuzten ſich in ſeinem Gehirn. Na⸗ mentlich war die Hauptfrage, was jetzt zu thun ſei.
Des Narren erſte Idee war, zu dem Fenſter, welches ſich geöffnet, wo möglich empor zu glim⸗ men. Als er aber die Oertlichkeit ruhiger unter⸗ ſuchte, ſah er, daß es zu hoch liege und die glatte Mauer keine Möglichkeit zum Aufſteigen darbiete. Was nun thun? Sollte er ſofort nach der nächſten Stadt zurückkehren und— Kraft kaiſerlicher Voll⸗ macht— Truppen erheben, die Befreiung der Mahomedanerinnen mit Gewalt der Waffen zu er⸗ zwingen? Oder war es gerathener, erſt mit Güte einen Befreiungsverſuch zu machen?
Erſteres Vorhaben wurde durch den Zeitver⸗ luſt, den es erforderte, gefährlich und dann war auch das Kloſter Santa Maria maggiore durch ſeine Lage und Mauern im Stande, einer bei wei⸗ tem größeren Macht zu trotzen, als diejenige war, die David in der Eile hätte auſtreiben können.
Wagte ſich dagegen David in das Kloſter und
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