504 den Stunde dem Feuer übergebe und ſomit Kind und Mutter opfere.
Aber auch nach Eudoria's Niederkunft verwei⸗ gerte er deren Auslieferung, da, wie er ſich über⸗ zeugt, die Unglückliche jenen Tag des Schreckens nur kurz überleben würde.
Die lohnendſte Frucht jeder edlen That, die ihr auf dem Fuße folgt, iſt, daß ſie uns in dem Guten befeſtigt und uns mit der freudigen Kraft, ferner das Edle zu wollen und auszuüben, erfüllt. Auch dem Prior hatte ſein erſtes Widerſtehen die Kraft gegeben, ſtandhaft gegen den Abt zu ver⸗ harren. Er konnte dabei dem Zorne Pennaforti's um ſo ruhiger trotzen, als es mit Gewißheit vor⸗ auszuſehen war, daß bald ein natürlicher Tod den Wünſchen des Generals entgegenkommen würde.
Deſſenungeachtet ſandte auch er einen gehei⸗ men Boten an Pennaforti ab, um demſelben die Lage der Dinge auseinanderzuſetzen und dadurch wo möglich die Anklage zu neutraliſiren.
Nach der Abreiſe des Mönchs von S. Trinita
di Cava war der Prior ſogar noch weiter gegan⸗
gen, indem er die Wöchnerin in ein Bett und nach einem beſſeren Gemache hatte bringen laſſen, wo⸗ ſelbſt ſie und ihr Kind von einer alten Magd be⸗ dient wurden.
Eudoria aber hatte ſeit der Stunde der Nie⸗


