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zu leſen gewöhnt war, fort, und habt keine Reli⸗ gion?
Wir glauben an Gott! antwortete Eudoria mit großer Anſtrengung, aber dennoch feſt in Ton und Geberde, und bekennen uns zur mahomedani⸗ ſchen Religion.
Verflucht ſei Mahomed und ſeine Lehre! rief der Prieſter, es gibt nur eine wahre Religion!
Gewiß! verſetzte Eudoria, es gibt ja nur eine einzige: das Gefühl unſerer Ohnmacht und Ab⸗ hängigkeit, angeſichts der Allmacht, und die Liebe zu ihr und unſern Mitgeſchöpfen.
Ketzer und Weibergeſchwätz! eiferte der Abt. Wer nicht mit mir iſt, iſt gegen mich! Ja oder nein!— Himmel oder Hölle!— ſelig oder ver⸗ dammt!
Und fühlt ihr euch nicht gedrungen, zur heili⸗ gen Religion Chriſti überzutreten? frug bewegt der Prior. Die Mutter Kirche iſt bereit...
Laßt das Bekehren, Herr Prior! herrſchte der, Abt. Die Ordre lautet einfach: Executio.
Es wäre auch vergebens! ſagte Eudoria milde. Wir bleiben unſerem Glauben treu; denn wahr⸗ lich! ſo lange wir unter Chriſten wohnen, haben wir ſtatt der Liebe, die jener Prophet gelehrt, nur Haß und Unduldſamkeit unter ſeinen Jüngern ge⸗
ſehen.


