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Bruſt ſo feſt dagegen, als wolle er einen raſenden Schmerz ſtillen, und rief:„Gott! Gott! ich habe ſchwer gefehlt!— aber wenn Du gerecht biſt, war⸗ um ließeſt Du mich ſinken— und trägſt ſolch' ein Geſchöpf auf Deiner Hand?“
Er ſchwieg— und ein finſteres Brüten bemäch⸗ tigte ſich ſeiner Seele.
Nach einer Nacht, die ihm unter freiem Himmel verſchwunden, machte ſich der blaſſe Mann auf, ſein Weib unter der Maſſe der Geflüchteten zu ſuchen. Ein ſanfter Schlummer hatte den Ermüdeten ge⸗ ſtärkt, und mitleidige Hände reichten ihm Nahrung. Was ihn aber mehr als dies alles kräftigte, war eine Art Ruhe, die in ſeine Seele eingezogen. Er fühlte nämlich, daß er für ſeine Verkehrtheiten im Leben gebüßt habe und die gerechte Strafe noch trage; aber— er war auch zu der Ueberzeugung gekommen, daß er ſein Seelenübel erkannt und nun Beſſerung möglich ſei. Ein friſcher Muth durch⸗ ſtrömte ihn. Noch einen ſchweren Kampf, noch eine Demüthigung mußte er beſtehen; dann aber, hoffte er, auf die Trümmer eines eingeſtürzten Glückes, durch eigne Kraft ein neues, wenn auch beſcheidene⸗ res zu bauen.
Aber wie ſollte er unter der, in chaotiſcher Unord⸗


