287
gen, die rothverweinten Augen bezeugten, 8 mehr ngſt als das Vermögen, daß ſie theure Glieder ihrer, ſonſt och! ſo traulichen Häuslichkeit, vermißten. Durch das dei wachſende Gewühl, drängte ſich der Vater, rufend nach ſeinem Kinde— Kinder ſchreiend nach ihren war Aeltern. Alles aber war abgeſpannt, nakt, hoff⸗ die nungslos, niedergeſchlagen. Aller Augen ſtarr, in allen Blicken die Frage: Gott warum haſt Du mir ſche das gethan? ele Der Bettler ſtand unter Bettlern. Der Niederge⸗ en beugte unter Vernichteten. Die Wogen des Elendes 3 ſchlugen hoch über ſeinem Haupte zuſammen,— ſie ii begruben nicht ihn allein— ſie verſchlangen Tau⸗ ſ vi ſende;—— aber!—— die Tauſende weinten über n ein unverſchuldetes Leiden, und in des Bettlers tief um⸗ Innerſtem rief eine Stimme: Was Dich traf, war i die Folge Deiner eigenen Schuld!— Und der Bettler ging vorüber und ſeufzte:„Wär 3 „ ich der Aermſte unter Euch!“—. Und der blaſſe Mann drängte ſich durch die Volks⸗ ſi 3 maſſen nach der Stadt. Raſch ſchritt er der Brand— u ſtätte zu. Als er ſie aber erreicht, ſtand er ſtill, denn 6 ſeine letzten Kräfte ſchienen entfliehen zu wollen, ſeine
Füße verſagten ihm den Dienſt, er lehnte ſich gegen den Eckpfoſten eines Hauſes— und weinte.


