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Ein Viertel der blühenden Stadt lag in Aſche, an hundert und fünfzig Tauſend Menſchen waren brod⸗, an dreißig Tauſend obdachlos.
Ein Schrei des Jammers erſchütterte den Erd, ball!— Kein menſchlich fühlendes Herz blieb kalt und regungslos. Fern und Nah, Reich und Arm ſuchte zu helfen, und namentlich einigte ſich Deutſch⸗ land zu den ſchönſten Strebungen, und zeigte einen Bruderſinn, der lange geſchlummert.
Von den benachbarten Städten kam die thätigſte Hülfe und Tauſende von Menſchen eilten, theils von eigenen Intereſſen, theils von Mitleid, oder auch von Neugierde und Schauluſt getrieben, der alten Krone der Hanſa zu.
Die Straßen, die nach der Stadt führten, wimmel⸗ ten auch ſchon in der Ferne von Wagen und Reitern, von Ertrapoſten und Fußgängern. Unter den Letzte⸗ ren befand ſich auch ein junger Mann, von krankem, elendem Ausſehen. Seine Kleidung war ärmlich und zerriſſen, ſein Gang gebückt und ſchwankend, und nur der Stab, den ſeine dürre, fleiſchloſe Hand hielt, ſtützte ihn, und hielt den matten Körper vom gänzlichen Zu⸗ ſammenbrechen ab.
Demohnerachtet ſetzte der Bettler ſeinen Weg un⸗ aufhaltſam fort. Weit ſchon war er, durch den gräß⸗


