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Genial : Roman / von Heribert Rau
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alle Begriffe viel verſchlang, und ein empfindlicher Krebsſchaden an dem Vermögen wurde, welches doch alles er ſeiner Frau zugebracht.

Aber Lady Macbeem ſagte: wir Frauen haben die gleichen Rechte wie ihr Männer. Mag das Haus⸗ und Erziehungsweſen beſorgen wer will, ich folge der Luſt meines Herzens und dies iſt die Jagd. Was bei ſolchen Grundſätzen aus dem Vermögen geworden wäre, wenn es weniger groß, iſt leicht zu errathen; da ſelbſt das Ungeheure des Lords, wie geſagt, ſchon jetzt litt. Eben ſo natürlich iſt es, daß die beiden Töchter der Lady förmlich verdorben werden mußten, da ſie ihre zarte Jugend unter Mägden, ihre ſpäteren Jahre unter rohen und ungebildeten Jägern zubrachten. So kam es denn, daß die Aelteſte mit einem Vagabun⸗ den durchging, und die Jüngſte ſo unbändig und wild wurde, daß ſie kein Menſch mehr zähmen kannte. Die gewöhnliche Kleidung der Mädchen hinderte ſie auf der Jagd, beim Bergſteigen und Reiten, ſie ließ daher alle ihre Röcke nur bis an die Kniee ma⸗ chen, trug Schnürſtiefel und eine Art Männerjacke, zu der der breitrandige runde Filzhut mit den Adler“ federn allerdings gut ſtand. Die blonden Haare hingen ſtraff, wie bei Knaben, auf die Schultern herab, und nie ſah man Miß Pernel Macbeem