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Genial : Roman / von Heribert Rau
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doch mit einer Rührigkeit, welche die Zuſchauer nicht zu Athem kommen läßt, und erfüllen das, was man eben von ihnen verlangt: ſie ergötzen momentan Alle, die lachen und ſich ohne geiſtige Anſtrengung unterhalten wollen.

Freilich! entgegnete Ferdinand mit fin⸗ ſterer Stirneiſt doch die göttliche Kunſt jetzt nur noch die Kupplerin, die der Langenweile einen ange nehmen Zeitvertreib zuführt.

Was verlangen Sie denn von dem Schauſpiele, was können Sie von ihm verlangen! rief hier von der Anſtrengung des Eſſens ausſchnaufend mit Pathos der Heldenſpielermuß es nicht, und wenn es die beſten Kräfte ſtützten, der neuen Zeitrichtung, dem neuen Geſchmack, der einzig nach Sinnenreizen lechzte und nichts Höheres, als die Oper kennt, erliegen?

O nein! entgegnete Ferdinand und ſeine Augen blitzten ſo freudig auf, als ob ſich ſeinen Bli⸗ cken eine reiche Ausſicht in die Zukunft öffnete die Zeiten der Oper werden vorübergehen, und Tage werden kommen, in welchen ſie nicht mehr die herrſch⸗ ſüchtige Stiefmutter auf der Bühne ſein, ſondern die Arme wie eine liebende Schweſter um das Schauſpiel ſchlingen wird. Man wird der Bellini und Roſ⸗ ſini, der Auber und Halevy's ſchon jetzt ſatt,