.
kommen laſſen; das Eine ſteht auf der Millionen⸗ ſtraße und wird von den höheren Klaſſen umtanzt mit der Bitte:„Geld! Geld! Geld!“— Das Zweite thront hoch oben über der guten Stadt, und hat Ableger in Bockenheim, Bornheim, Hauſen u. ſ. w. und zu ihm ſchreien namentlich die Handwerksklaſſen: „Gut Eſſen und Trinken“— das Dritte aber iſt aus Paris geſchickt worden, und kommt jetzt auf die Zeil. Seine eifrigſten Verehrer ſind die Damen, und die Anbetungsformel heißt hier:„Nur Putz und Staat!“ über dieſe Kälberanbetung werden nur zu Viele ſelbſt zu Kälbern.
Es wird in Frankfurt ſehr viel für eine gedie⸗ gene Schulbildung gethan; aber damit iſt es auch fertig. Schüler und Schülerinnen machen ihrem Jahr⸗ hundert Ehre; haben ſie aber Schule oder Inſtitut verlaſſen, ſo ſind auch ſie verlaſſen; denn es weht eben hier kein Geiſt, der ſie freiſinnig für ein that⸗ kräftiges bürgerliches Leben erziehen, keine Sympathie für das Höhere im Leben, die ſie erheben, und zu edlen geiſtigen Menſchen machen könnte. Man führt die Jugend im Dienſte der goldenen Kälber ein, und 3 gibt ihr höchſtens einen geſellſchaftlichen Schliff.
6————


