Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Die Dame ward neuerdings roth, indem ſie ſagte „Ich habe, wie Sie wiſſen, eine Schweſter in Wien verheirathet, die ich beſuchen will.“

„Und reiſen Sie hier nur durch?“

„Ich werde übermorgen über Paſſau und Linz meinen Weg fortſetzen. Hier brachte ich einige Tage bei Verwandten zu.“

„Nun“— ſagte Zacharias und ſein Geſicht ſtrahlte vor Entzücken und auch ihn überlief eine dunkle Gluth—„das iſt ja göttlich, ich gehe ja ebenfalls nach Paſſau und habe meinen eignen Wagen bei mir! Ich ſchmeichle mir: daß Ihnen dieſe Reiſegelegenheit nicht unangenehm kommt.“

„Und doch muß ich ſie ablehnen,“— verſetzte die Dame verlegen—„Was würde die Welt ſagen, wenn ich mit Ihnen allein reiste.“

„Die Welt“— wiederholte Zacharias—„Sie meinen damit doch nur Frankfurt, denn hier und in Paſſau u. ſ. w. kennt man uns nicht. Und wie ſoll⸗ ten ſie zu Hauſe etwas davon erfahren.“

„Und unterwegs?“

„Gelten Sie für meine Frau!“

Die Dame ſchüttelte mit dem Kopfe und der Vor⸗

hang erhob ſich.