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Indeſſen hatte ihn die Scene doch etwas erleich⸗ tet, nicht nur im Beutel, ſondern auch in Kopf und Bruſt; indem der gewitterſchwüle Humor abgeleitet war.„Das Nachtlager von Granada,“ welches den Abend in der Oper gegeben wurde, ſollte ihn völlig beſchwichtigen.
Schon das prächtige Aeußere des königlichen Hof⸗ theaters,— welches im römiſchen Styl erbaut iſt und deſſen Periſtyl von acht koloſſalen korinthiſchen Säulen getragen wird,— hatte ihn ſeiner Zeit ent⸗ zückt. Wie viel mehr überraſchte ihn das Innere, welches mit ſeinen ſechs Logenreihen nahe an drei⸗ tauſend Perſonen faſſen kann. Auch die Ausſchmü⸗ ckung in Weiß und Gold fand er ſo prachtvoll als ſchön, und ſein Frankfurter Stadttheater kam ihm, gegen dieſen Muſentempel, wie ein Hundeſtall vor.
Er hatte einen Sperrſitz genommen und bemerkte zu ſeinem Vergnügen, als er ſich demſelben näherte, daß auf dem Platze dicht neben dem ſeinen, eine ele⸗ gant gekleidete Dame ſaß. Sie trug einen geſchmack⸗ voll gearbeiteten Hut von roſa Seide und hatte faſt ihre ganze Figur in einen prächtigen Lvoner Shwal gewickelt.


