Teil eines Werkes 
2. Theil (1844)
Entstehung
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Unterwegs fiel ihm die allerliebſte Tracht der

Münchner Bürgermädchen auf. Die ſilbernen und gol⸗ denen Riegelhäubchen ſtanden den friſchen Geſichtchen ganz vortrefflich und dabei blitzten ihn ſo ſchöne und freundliche Aeuglein an, daß er, wäre ihm der Lohndie⸗ ner nicht zur Seite geweſen, vielleicht den Empfehlungs⸗ brief mit ſammt dem alten Haubenhuber vergeſſen hätte. So aber ſchämte er ſich und außerdem ſtanden ſie auch bald vor dem fraglichen Hauſe, deſſen Inhaber, wie der Cicerone unſerm Freunde auf dem Wege erzählt, ſehr reich war.

Zacharias trat in das Comptoir und wurde von Herrn Haubenhuber auf das Herzlichſte empfangen. Nach einer kurzen Unterhaltung und einigen Fragen über Zacharias's Vater, unter welchen auch die vorkam: ob er deſſen einziges Kind ſei? bat darauf der Münchner ſeinen Empfohlenen:ihn doch über eine Stiege hoch zu begleiten, um ihn ſeiner Familie vorſtellen zu können. Der junge Hartmann folgte mit Vergnügen, war aber in der That auf das an⸗ genehmſte überraſcht, als er ſich plötzlich im Kreiſe ſo vieler hübſcher Mädchen ſah, die Alle auf das rei⸗ zendſte und koſtbarſte geſchmückt waren.