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in der That ihm mehrmals grob begegneten. Er konnte dieſe Umwandlung des Dienſtperſonales lange nicht
begreifen, da ſie gegen ihn vorher ſämmtlich doch ſehr
artig geweſen, und erſt als er ſeinem neuen Bekann⸗ ten ſein Staunen mitgetheilt und dieſer ihn gefragt: ob er denn vielleicht nicht genug Trinkgeld gegeben? — ſiel es Zacharias heiß ein, daß er willenlos dieß zu geben ganz vergeſſen habe.
Nichts deſtoweniger gab er nun gefliſſentlich nichts, und ſagte dem Herrn Oberkellner bei dieſer Gelegenheit ſeine Meinung dick und dünn.
„Ich gebe nie etwas,“— fuhr der andere Rei⸗ ſende ſodann zu Zacharias gewendet fort,—„denn
das gezwungene Trinkgeldergeben in den Wirthshäu⸗ ſern iſt ein ſchmählicher Mißbrauch.— Kehre ich in einem Gaſthofe ein, ſo muß ich, wie recht und bil⸗ lig, jede Kleinigkeit bezahlen: Zimmer, Bett, Feuer, Eſſen und Trinken, Lichter und Weißzeug, an allem dieſem hat der Wirth ſeinen reichlichen Gewinn; um dieſen Gewinn machen, ſeine Wirthſchaft betreiben zu können, muß der Gaſthalter nun ebenſogut Diener⸗ ſchaft haben, wie der Spezereihändler ſeine Leute im
Laden und der Schneider ſeine Geſellen; denn wer
Commis Voyageur. II. 2
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