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könnte ich ja meinen guten, herzigen Zacharias nicht lieben, und lieber alles Andere auf der Welt entbeh⸗ ren, als meine Liebe zu Dir und die Gewißheit Dei⸗ ner treuen Gegenliebe.
Treu!— haſt Du mich auch noch nicht ver⸗ geſſen?— Gewiß nicht! denn Du ſchreibſt mir ja immer ſo lieb,(wenn auch etwas ſelten) und ver⸗ ſicherſt mir es ja in jedem Brief auf Deine Ehre— und dann weißt Du— daß es mir das Herz brechen würde.
Doch ich muß ſchließen, denn es iſt ſchon faſt Mitternacht.
Lebe wohl, recht wohl, ſei beſorgt um Deine Ge⸗ ſundheit und ſchreibe mir bald wieder.
Mit der reinſten und innigſten Liebe Deine treue Clariſſ e.
P. S. Entſchuldige das ſchlechte Schreiben; aber
ich habe jetzt Niemanden, der mir Federn ſchneidet.—
Apropos! wohin adreſſire ich meinen nächſten
Brief und bis wann kommſt Du ungefähr zurück? Lebe wohl Engel.
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