tiſchen in's Naſſauiſche, von da in's Kurheſſiſche und dann in das Reich des Landgrafen von Homburg u. ſ. w. Dem
patriotiſchen Deutſchen lacht dabei das Herz im Leibe; denn
er ſieht jede Viertelſtunde einen buntbemalten Pfahl mit dem Wappen irgend eines ſeiner Fürſten.
Und warum dieſe jammervolle Zerſtückelung?
„Man wurde auf dem Wiener Congreß unter einander einig“— ſagt der oben angeführte franzöſiſche Touriſt.— „Jener Fürſt verlangte ſein Angeld, man gab ihm eine Stadt; ein anderer ſchrie um ſein Ausgleichungsrecht, und man warf ihm ein Dorf zu.“
Ach! daß der Franzoſe hier recht haben muß!—
Die Hartmann'ſche Familie hatte bald das freundliche Städtchen Homburg vor der Höhe erreicht, das ſeinen Gäſten ein gaſtliches und wohnliches Aeußere zuwendet. Als Bad und Vergnügungsort iſt daſſelbe ſeit einigen Jahren in der Gunſt der Frankfurter, namentlich der Claſ⸗ ſen Eins und Zwei, ſehr geſtiegen, was aus mehreren Ur⸗ ſachen geſchah.
Erſtens, weil es durch ſeine Entfernung dem Plebs nicht ſo zugänglich; zweitens, weil es ein Bad iſt, aus dem man in einer Stunde auf das Comptoir reiſen kann; drittens, weil es etwas Ländliches hat, und daher den, von dem Gewühl des Stadtlebens Abgeſpannten eine Verände⸗ rung bietet; viertens, weil es ſechshundert Fuß über der Meeresfläche und nicht nur ſchön, ſondern auch ſehr ange⸗ nehm liegt, da es ſtets eine reine und friſche Bergluft um⸗ ſpült, und doch, nach Norden und Weſten durch die Kette der Taunusgebirge geſchützt, von keinen unfreundlichen Stürmen heimgeſucht wird; endlich, weil ſeine Heilquellen


