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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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aphoriſtiſche Erinnerungen aus ſeinem Leben, grell erleuch⸗ tet von dem Feuer, welches die Krankheit in ſeinem Ge⸗ hirne entzündet, und wie Karten bunt gemiſcht und aus⸗ geſpielt von der Hand des Fiebers; Ideen, die das ver⸗ ſchloſſene Bewußtſein firirt, und welche die Phantaſie nun als Anhaltspunkt benützte, um ganze Reihen von Iteen⸗ Aſſociationen mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit er⸗ folgen zu laſſen.

Träume, und namentlich die wilden Phantaſieen eines hitzigen Fiebers, knüpften ſich bald an kurzverſchwundene, bald an näherliegende Eindrücke. So zogen die bunteſten Bilder chaotiſch an ſeiner Seele vorüber und wiegten ihn angenehm auf ihren goldenen Schwingen, oder zerriſſen ſein Herz, oder trugen ihn freundlich empor zu himmliſcher Luſt, um ihn wieder deſto tiefer in den Abgrund der Ver⸗ zweiflung zu ſtürzen.

Bald ſah er ſich bei Jeanettchen und der wüthende Lieu⸗ tenant jagte ihn auf das Dach. Er kletterte dann wohl nach dem Schornſteine, den er ſchwindelnd umklammerte; aber da hingen ſich böſe Dämonen an ſeine Füße und riſſen ſo lange an ihm, bis er, mit einem entſetzlichen Schrei, herabſtürzte. Und wieder verſchmolzen die Geſtalten zu hölliſchen Fratzen, die ihn verfolgten mit offenen Rachen und langen Klauen, und er konnte nicht fliehen, und mußte angewurzelt die gräßlichen Kobolde erwarten. Aber als ſie näher kamen, waren es hübſche Mädchen, und Veronika, und Creszens, Genovefa, Nanchen, Regina und Kunigunde umtanzten ihn, und lockten ihn mit allen Künſten der Liebe, und er mußte ihnen folgen, ob er wollte oder nicht. Aber mit Einemmale ſchüttelten ſie die blendenden Gewänder ab