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Freuden und Leiden eines Commis Voyageur / [Heribert Rau]
Entstehung
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ſchloſſe ſich die Mönchle und ſoffe das ganze Fäſchle auf einmal aus und brachte ſo den Wein in de Bäuchle in's Kloſchter.“

„Als nix!“— rief Spreitzer.„In Frankfort hot e mol e Beſoffener im Dreck gelege, ich geh⸗ derzu, um zu gucke; do kömmt e Schuhflicker, guckt de Volle aach ganz betribt an und ſägt mit em tiefe Säufzer: Ach Suntags werd' ich aach ſo daleihe.“

„Kennt Ihr die Geſchichte mit dem Diener und dem Herrn?“ frug hier der Berliner. Man verneinte und er fuhr fort:„Ein Herr und ſein Diener hatten ſich einſt be⸗ deutend benebelt und legten ſich, als ſie nach Hauſe kamen, auf ein Bett. Nach einer Weile fing der Herr an:„Jo⸗ hann, es liegt Jemand pei mich.“—„Bei mich auch, Ew. Gnaden.“—„Schmeiß den Kerl heraus!“ rief der Herr, und ehe er ſich's verſehen, flog er über Bord.“

„Da iß deß noch viel beſſer!“ rief Spreitzer:„E Pfaff, e Bauer und e Ballwirrer räſe mit enander. Wie ſe in der erſte Nacht beſoffe ſei, raſirt der Ballwirrer dem Bauer, der eingeſchlofe war, e Glatz. Wie nu der Hausknecht de annere Morje de Bauer weckt und der ſich ufm Kopp kratzt, ruft er ganz ärjerlich: hat deß dumm Os den Pfaff ge⸗ weckt, ſtatt mich!“

In dieſem Tone ging die Unterhaltung fort, ja ſie ſteigerte ſich mehr und mehr, ſowohl in der Erzählung im⸗ mer luſtigerer Anekdoten, als im Tone, da alle Stimmen lauter und lauteß wurden. Eine Flaſche Champagner nach der andern berſchwand, und als die Glocke Ein Uhr ſchlug, ſetzte der Kellner die Sechste auf den Tiſch.

Die Geſellſchaft hatte unterdeſſen eine andere Phyſiognomie

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