Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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vor den Mond, und Wilhelm trat in die dichte Finſterniß des Waldes.

Jetzt ſtand er auf dem Kreuzweg. Der Zau⸗ berkreis war gezogen, die Schädel und Todten⸗ beine rings umher gelegt. Der Mond huͤllte ſich immer dichter in das Gewolk, und ließ die duͤſtern Kohlen, von abwechſelnden Windſtoßen aufgebla⸗ ſer, allein die nächtliche That mit einem trüben,

roöthlichen Scheine beleuchten. In der Ferne ſchlug

eine Thurmuhr das dritte Stundenviertel anz Wilhelm legte die Gießkelle auf die Kohlen und warf das Blei hinein, nebſt drei Kugeln, die ſchon fruͤher einmal getroffen hatten; denn von dieſem Gebrauch der Freiſchuͤtzen erinnerte er ſich in ſeiner Lehrzeit gehort zu haben. Im Walbe fing es nun an ſich zu regen. Zuweilen flatterten Eulen, Flebermaͤuſe und andres lichtſcheues Nacht⸗ geflügel vom Schein geblendet, auf. Sie fielen von ihren Zweigen und ſetzten ſich um den Zau⸗ verkreis, wo ſie dumpf kraͤchzend mit den Todten⸗ ſchädeln unverſtändliche Geſpräche zu halten ſchie⸗ nen. Ihre Sahl vermehrte ſich, und unter ihnen huſchten neblichte Geſtalten, wie Wolken hin, bald thieraͤhnlich, bald menſchlicher gebildet. Der Windſtoß ſpielte mit ihren truͤben Dunſtkörpern, wie mit abenblichem Thaugewolk, nur Eine ſtand ſchattenähnlich, aber unverändert unfern dem