Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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Strophen ein alter Mann nebſt einer verſchleier⸗ ten weiblichen Geſtalt von edlem Wuchſe, die ein

wunderſchoͤnes Kind auf dem Arme trug, das

freundlich in der fremden Verſammlung umherſah und laͤchelnd nach dem blitzenden Diadem des Koͤnigs die kleinen Haͤndchen ausſtreckte, zum Vorſchein kamen und ſich hinter den Saͤnger ſtel⸗ ten; aber das Staunen wuchs, als ploͤtzlich aus den Gipfeln der alten Bäume der Lieblingsadler des Koͤnigs, den er immer um ſich hatte, mit einer goldenen Stirnbinde, die er aus ſeinem Zimmer entwandt haben mußte, herabflog und ſich auf das Haupt des Juͤnglings niederließ, ſo daß die Binde ſich um ſeine Locken ſchlang. Der Fremdling erſchrak einen Augenb ick; der Adler flog an die Seite des Koͤnigs und ließ die Binde zurüͤck. Der Juͤngling reichte ſie dem Kinde, das darnach verlangte, ließ ſich auf ein Knie gegen den Koͤnig nieder und fuhr in ſeinem Geſange mit bewegter Stimme fort:

Der Säͤnger fährt aus ſchoͤnen Träumen Mit froher ungeduld empor; Er wandelt unter hohen Baͤumen Zu des Pallaſtes ebrnem Thor. Die Mauern ſind wie Stahl geſchliffen, Doch ſie erklimmt ſein Lied geſchwind,