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gewöhnlich, ſo fand ſie es gans natuͤrlich, daß ihr das Herz lebhaft ſchlug, und ihr die Bruſt beklomm. Die Sonne fing eben an, die Wipfel der alten Bäume zu vergolden, die ſich mit ſanf⸗ tem Fluͤſtern bewegten, als wollten ſie ſich gegen⸗ ſeitig aus nächtlichen Geſichten erwecken, um die Sonne gemeinſchaftlich zu begruͤßen, als die Prin⸗ zeſſin durch ein fernes Geräuſch veranlaßt, den
Weg hinunter und den Jüngling auf ſich zueilen
ſah, der in demſelben Augenblick ebenfalls ſie be⸗ merkte.
Wie angefeſſelt blieb er eine Weile ſtehen und blickte unverwandt ſie an, gleichſam um ſich
zu überzeugen, daß ihre Erſcheinung wirklich und
keine Täuſchung ſey. Sie begruͤßten ſich mit einem zuruͤckgehaltenen Ausdruck von Freude, als hatten ſie ſich ſchon lange gekannt und geliebt. Noch ehe die Prinzeſſin die urſache ihres fruͤhen Spaziergangs ihm entdecken konnte, uberreichte er ihr mit Erroͤthen und Herzklopfen den Stein, in dem beſchriebenen Zettel. Es war, als ahn⸗ dete die Prinzeſſin den Inhalt der Zeilen. Sie nahm ihn ſtillſchweigend mit zitternder Hand, und hing ihm, zur Belohnung fuͤr ſeinen gluͤcklichen Fund, beinahe unwillkuͤhrlich, eine geiene Kette um, die ſie um den Hals trug.
Beſchämt kniete er vor ihr, und konnte, da
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