Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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einen dunkelrothen Stein auf, der auf einer Seite außerordentlich funkelte, und auf der andern ein⸗ gegrabene unverſtaͤndliche Chiffern zeigte. Er er⸗ kannte ihn fuͤr einen koſtbaren Karfunkel, und glaubte ihn in der Mitte des Halsbandes an der Unbekannten bemerkt zu haben. Er eilte mit be⸗ flugelten Schritten nach Hauſe, als waͤre ſie noch dort, und brachte den Stein ſeinem Vater. Sie wurden einig, daß der Sohn den andern Morgen auf den Weg zuruckgehen und warten ſollte, ob der Stein geſucht wuͤrde, wo er ihn dann zuruͤck⸗ geben koͤnntes ſonſt wollten ſie ihn bis zu einem zweiten Beſuche der unbekannten aufheben, um ihr ſelbſt ihn zu uͤberreichen. Der Juͤngling be⸗ trachtete faſt die ganze Nacht den Karfunkel, und fuhlte gegen Morgen ein unwiderſtehliches Ver⸗ langen, einige Worte auf den Zettel zu ſchreiben, in welchen er den Stein einwickelte. Er wußte ſelbſt nicht genau, was er ſich bei den Worten dachte, die er hinſchrieb:

Es iſt dem Stein ein raͤthſelhaftes Zeichen Tief eingegraben in ſein gluͤhend Blut, Er iſt mit einem Herzen zu vergleichen, In dem das Bild der Unbekannten ruht. Man ſieht um jenen tauſend Funken ſtreichen, um dieſes woget eine lichte Fluth,