„Darf ich wohl, Herr Honorarfiscal, Sie darum erſuchen, mir den Befehl vorzuweiſen, der Sie zu dieſem Schritte autoriſirt? Sie wiſſen, ich habe das Recht dies zu verlangen,“ ſetzte Szolareſek ruhig fort.
„Wie können Sie denken,“ erwiederte Fekete, „ich handle willkührlich, mir iſt es nie ſchwerer
gefallen, meine Pflicht zu erfüllen, als eben in
dieſem Augenblicke, Sie wiſſen, daß mir ohne einen legalen Verhaftsbefehl das Militair nicht zu Gebot geſtellt worden wäre, übrigens will ich Ihnen den Befehl mittheilen.“
Er zog ein großes Papier aus der Taſche, Szolareſek ſah nach der Unterſchrift und rief: „Alſo nicht vom Erzherzog unterzeichnet, ſondern vom Hofkanzler in Wien! ich bedaure Sie, Herr von Fekete, Sie ſind jetzt ein Werkzeug der Wie⸗ ner Polizei, nicht ein Beamter der ungriſchen Juſtiz. Darf ich Sie noch um eines fragen: wer hat die De⸗ nunciativn gemacht, der zufolge ich verhaftet werde?“
„Es iſt kein Geheimniß,“ ſagte Fekete,„es iſt Herr Ilia Spirtovich, der Schreiber des Abtes von Szäszvär.“


