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Szolareſek und Dr. Koväcs ſuchten Louiſe zu beruhigen, und verſicherten ſie, es ſei doch nicht ſo gefährlich als es ſcheine, wer könne es wiſſen, ob die Haft nicht von kurzer Dauer ſein werde. Doch es war vergebens, die Franzöſin hatte die Schrek⸗ kensſcenen ihres Vaterlandes vor Augen.
In wenigen Minuten war das Haus von Sol⸗ daten umſtellt, man hörte ſie auf der Treppe, die Thüre ging auf und vier Grenadiere traten mit gefülltem Bajonett ins Zimmer, hinter ihnen ein Hauptmann in Uniform und ein junger Mann in ungriſchem Kleide, es war der Honorarfiscal Fekete.
„Herr Alerander Szolareſek,“ rief er dem jun⸗ gen Adyveaten zu,„im Namen des Königs und des Geſetzes ſind Sie mein Gefangener.“
„Haben Sie doch Rückſicht für die Damen,“ ſagte dieſer,„und laſſen Sie die Soldaten abtre⸗ ten, Sie glauben doch nicht, daß ich mich widerſetze.“
Der Offizier warf einen forſchenden Blick rings herum im Zimmer, und als er die weinenden Frauen erblickte, eommandirte er ohne erſt die Ant⸗ wort des Fiscals abzuwarten, die Soldaten zum Abmarſch und ſtellte ſie auf der Treppe auf.“


