Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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ſo ſehr ich mir auch Mühe gab, taub zu ſein, drangen doch die melodiſchen Verſe in mein Ohr, wider meinen Willen hörte ich ſie, ich hätte weinen können, daß ſie mir Vergnügen machten, meine Andacht war geſtört, ich hörte auf zu beten und begann mit athemloſer Aufmerkſamkeit dem Spiele der Schauſpieler zu folgen, das mein Intereſſe immer mehr erregte; ich hatte keine Augen für irgend etwas anderes rings um mich, als für die Bühne, und ſo hatte ich nicht bemerkt, daß die Thüre der Loge geöffnet wurde und ein junger Mann hereingetreten war und mit meinem Vater in ein eifriges Geſpräch ſich eingelaſſen hatte, doch in meinem Entzücken über die Tragödie glitt der Roſenkranz aus meinen Händen auf den Boden, in demſelben Augenblicke als der Vorhang gefallen war; der junge Mann, den ich früher gar nicht bemerkt hatte, bückte ſich, hob ihn auf und reichte ihn mir mit einer Verbeugung. Mein Vater ſeellte mir den Herrn als Monſieur Charles Raimond vor. Aber was machſt Du denn Louiſe mit einem Roſenkranz hier im Theater? ſagte mein Vater