Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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zu haben, und zahlten gern jenes Capital, das jede Braut des Himmels ins Kloſter mitbringen mußte, und das doch ſelten größer war, als ihre Ausſteuer im Falle einer Heirath geweſen wäre.

Im Kloſter erzogen, ohne je in der Welt ge⸗ weſen zu ſein, wurden ſie nun ſelbſt Erzieherin, und wir bemerkten es, daß gerade jene Nonnen, die ſeit ihrer Kindheit das Kloſter nicht verlaſſen hatten, am heftigſten gegen die Verderbtheit der Welt ſprachen, während andere, die nach bitteren Erfahrungen erſt ſpät Ruhe und Einſamkeit in der Kloſterzelle ſuchten, bei weitem weniger darüber ſagten, und ihren Ermahnungen über das Glück des Nonnenlebens oft die Bemerkung beifügten: Ihr könnt übrigens auch in der Geſellſchaft glück⸗ lich werden und doch gut bleiben, wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet.

Liebe Louiſe, ſagte jetzt Lenke,trotz alledem muß es doch recht langweilig im geweſen ſein.

Nicht doch, erwiederte die Franzöſin,wir hatten manche Unterhaltung. Die jährlichen Prü⸗ fungen waren Feſte für uns. In weißen Kleidern