Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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nicht wagte ihm mitzutheilen, ſo wüßte ich, es ſei ein ſündhafter Gedanke, und ich würde ihn aus mei⸗ nem Kopfe und meinem Herzen verbannen.“

„Lenke, Du biſt wirklich ein gutes Mädchen,“ rief jetzt Louiſe und reichte ihr die Hand über den Arbeitstiſch,„ich muß geſtehen, ein ſolches Ver⸗ hältniß zwiſchen Eltern und Kindern muß beglük⸗ kend ſein, obgleich ich kaum begreife, wie es be⸗ ſtehen kann.“

„Findet denn bei Euch in Frankreich ein an⸗ deres Verhältniß ſtatt?“

„Deine Frage iſt wirklich naiv,“ antwortete Madame Raimond und lachte,„die Geſellſchaft in Paris iſt eine künſtliche, unſere Civiliſation, unſere Art zu leben iſt eine andere als die hieſige. Ich ſehe Jean Jacque Rouſſeau hatte recht, daß die höhere Cultur die Summe des Glückes ſtets ver⸗ mindert.— Bei uns giebt es kein häusliches Leben, die Berufsgeſchäfte füllen jede Stunde des Tages bei unſern Männern, und am Abend muß man ſich amuſiren. Man geht ins Theater, ins Concert oder in eine Soirée, wo man geiſtreich

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ſein muß, wer hätte da die Zeit, ſich mit der Er⸗