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ren, und ihr Vater drang nun auf ihre Heilig⸗ ſprechung; er ſelbſt aber ſtarb während des Ca⸗ noniſativns⸗Prozeſſes und bald darauf auch ſein Sohn, der Bruder der zu Canoniſirenden; und ihr Neffe Ladislas betete nun die lebenden Jung⸗ frauen an, nicht die todten; Margarethe kam um den Heiligenſchein, ſie wurde⸗ bloß ſeelig geſpro⸗ chen. Aber die Inſel, auf der ſie gelebt hatte und geſtorben war, heißt ihr zu Ehren die Mar⸗ garethen⸗Inſel. Doch auch die Gemahlin Ladislavs, Königin Iſabella, aus dem franzö⸗ ſiſchen Königsgeſchlecht, hatte einigen Anſpruch auf die Heiligenkrone. Ihre altfranzöſiſche Sittſam⸗ keit vertrug ſich wenig mit dem heitern lebens⸗ luſtigen Sinne des Königs, der ſich für die Langeweile des Hofes, in der Geſellſchaft ſchöner Camaniſcher Mädchen und Frauen entſchädigte. Natürlich verbitterte dies den Hausfrieden noch mehr, und Iſabella wurde endlich vom Könige auf dieſe Inſel verbannt, da ſie ſich ſtets, wie er es jetzt höhniſch ihr erinnerte, nach dem Kloſter⸗ leben geſehnt hatte. Indeß ſchien dieſes ihr nicht zu behagen, denn ſie klagte fortwährend, und


