Teil eines Werkes 
1. Band (1851)
Entstehung
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Garten der Sammelplatz aller Müßiggänger der Hauptſtadt werde. Seinem humanen Sinne wider⸗ ſtrebte es übrigens, das Volk ganz auszuſchließen; der Freund der ſchönen Natur, der ernſte Denker, der dem Gewühl der Hauptſtadt für einige Stun⸗ den entgehen wollte, der wiſſenſchaftliche Botaniker ſollte durchaus nicht gehindert ſein, dieſe Anlagen zu beſuchen. Er gab daher den Befehl, daß kein Boot von der Peſther Seite an der Inſel landen dürfe; der Zugang war nur von Altofen aus ge⸗ ſtattet. Da nun die elegante Geſellſchaft ſich nach Peſth gezogen hatte, und ſelten nach Altofen ſich verirrte, ſo blieb der ſchöne Park wenig beſucht und diente hauptſächlich nur zum Erholungsort der Badegäſte, die gerade der Inſel gegenüber an den warmen Quellen von Ofen eine Erleichterung ihrer Leiden ſuchten.

Gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts bot dieſer Park einen ganz anderen Anblick dar, als jetzt. Noch waren alle die Platanen und Tul⸗ penbäume nicht gepflanzt, die ihn jetzt zieren. Doch der üppige Graswuchs der Wieſen und des Wal⸗ des Dickicht, der einen Theil der Inſel deckte, lockte

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