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Abaffy war in die Türkei geflohen, man wußte die Motive ſeiner Flucht ſich nicht zu erklären. Er hatte ein junges Mädchen entführt, doch dieſe Entführung geſchah merkwürdiger Weiſe zu der⸗ ſelben Zeit, als die Nachricht von dem Tode des Erzherzogs ſich verbreitete, und der Iuder curiae, Graf Zichy, und der Präſident der Königlichen Tafel, Joſeph Urményi, ihrer Aemter plötzlich ent⸗ hoben worden waren. Abaffy kam erſt dann zu⸗ rück, als die Gefangenen auch aus ihren Kerkern entlaſſen worden waren. Doch weder er noch ir⸗ gend ein anderer ſeiner Leidensgefährten nahmen je wieder activen Theil an der Politik, ſie ſpra⸗ chen nie über Martinovies vder den Prozeß. Szu⸗ lovſzky zog ſich auf ſein Gut zurück, und war leicht⸗ ſinnig wie zuvor. Kazinczy warf ſich mit voller Energie auf das Studium der Philologie, und hatte noch manchen harten Kampf mit den An⸗ hängern der alten Schule zu kämpfen, doch er er⸗ lebte noch die Genugthuung, daß, als die ungri⸗ ſche Academie im Jahre 1830 gegründet wurde, er der erſte war, den man als den größten Meiſter des ungriſchen Styles zum Academiker ernannte.


