Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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machte, da kam plötzlich der Befehl nach Kußſtein, die Staatsgefangenen ſollten eiligſt weggeführt wer⸗ den, damit ſie nicht in die Hände der Franzoſen fielen.

Es war Ende März, der Schnee lag noch hoch im Gebirge, als der Profoß gegen zehn Uhr des Morgens in die Zelle eintrat, ſie mit größerer Sorgfalt als ſonſt reinigte, und ſogar in dem Ka⸗ mine, in dem während des ſtrengen Winters nur ſelten einige Tannenſcheite geglimmt hatten, ein luſtiges Feuer anfachte. Kazinezy bemerkte dies alles kaum, doch für Szulovſty genügte dieſe Klei⸗ nigkeit, um ihn in die heiterſte Stimmung zu ver⸗ ſetzen.Du wirſt ſehen, ſagte er zu Kazinczy, von jetzt an werden wir beſſer behandelt, es müſ⸗ ſen in dieſer Hinſicht Befehle von Wien angelangt ſein, ohne Urſache hätte der alte brummige Profoß ſich für uns keine ſolche Mühe gegeben.

Eine Stunde ſpäter kam der Feſtungscomman⸗ dant in den Kerker, viſitirte alles, und ſagte dann zu den Gefangenen:Meine Herren, ich habe den Befehl erhalten, Sie noch heute von hier weg zu ſchicken; in einer Stunde reiſen Sie ab. Profoß