Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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und Anhänger ſyſtematiſch aus ihrer Nähe zu ent⸗ fernen ſuchte. Die Zeit war freilich vorbei, wo Kaiſer Leopold dem Palatin öffentlich ſeinen vä⸗ terlichen Dank bezeugte, weil dieſer die der Nation angelobte Treue heilig gehalten. Doch der Erz⸗ herzog konnte es dennoch nicht glauben, die brü⸗ derlichen Gefühle ſeien in Kaiſer Franz gänzlich erſtorben. Wie ſollte er, der ſein Glück haupt⸗ ſächlich im Familienleben ſuchte, kalt ſein gegen den Bruder, der ihm mit Offenheit entgegen kam.

Dieſe Gedanken beſchäftigten den Erzherzog unaufhörlich; er war überzeugt, es müſſe ihm ge⸗ lingen jene Wolken zu verſcheuchen, die das Ge⸗ müth des Kaiſers umdüſterten. Hatte er doch alles gethan, was man von ihm verlangt hatte. Er fühlte es, daß wenn irgend jemand das Recht habe mit ſeinem Benehmen in der letzten Zeit unzufrie⸗ den zu ſein, daß dies nicht der Hof ſei, ſondern eher das Land. Hatte er ſeinen ſchwierigen Pflich⸗ ten nicht vollkommen Genüge geleiſtet, ſo war ſein Fehler, daß er die Freiheiten des Reiches nicht im vollen Maaße gewahrt hatte; die Vorrechte der Krone hatte er geſchützt.— Sollte denn ſein Bru⸗