kleinlichen Verfolgungen nicht zu beachten, und Sie werden in Kurzem ſehen, daß die Wiener den Kampf gegen Sie bald aufgeben. Als Palatin ſind Sie ein Fels an dem die Wogen des Mee⸗ res ſich machtlos brechen, trotz all ihrem Getöſe. Kaiſerliche Hoheit, bleiben Sie hier!“— rief er bittend.
„Graf Szapaüy iſt kein Soldat,“ entgegnete jetzt Mertens.—„Sein Rath iſt der eines Di⸗ plomaten. Nun, auf Diplomatie verſtehe ich mich nicht; ich bin Soldat, und mein Prinzip iſt zu attackiren, ohne ſich um die Hinderniſſe zu küm⸗ mern, die uns im Wege ſtehen. Eine kühne At⸗ tacke iſt immer beſſer, als die künſtlichſte Verthei⸗ digung. Ich ſuche lieber den Feind auf, als daß er mich aufſuchen ſollte.“
„Sie haben Recht, Herr Oberſt,“ ſagte nun der Erzherzog,—„ich gehe morgen nach Wien, und ſpreche mich klar aus über meine Stellung. Ihr Rath, Graf Szapaßy, mag wohl klüger ſein, doch meinem Character ſagt er nicht zu, ich kann nicht falſch ſein. Wollen Sie mitkommen?“
Der Graf lächelte und meinte, der Erzherzog


