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„Geduld! immer nur Geduld!“ rief jetzt ge⸗ reizt der Erzherzog.—„Ich habe keine Geduld mehr, ich will eine offene klare Antwort! Die Stellung, in der ich bin, iſt mir läſtig; ich will nach Wien und will den Kaiſer fragen, ob er mit mir zufrieden iſt oder nicht. Iſt er's, dann ver⸗ lange ich, daß meine Anſichten mehr berückſichtigt werden; iſt er es nicht, dann möge er mich mei⸗ nes Amtes entheben, und mich zur Armee ſchik⸗ ken, ich fühle auch etwas von dem Geiſte meines Bruders Carl in mir. Was ſagen Sie dazu Oberſt Mertens?“
„Euer Kaiſerliche Hoheit haben vollkommen Recht,“ war die Antwort.„Seine Majeſtät der Kaiſer möge offen ſeine Meinung ausſprechen, ohne ſich viel um alle ſogenannten Conſtitutivnen zu kümmern; er befehle und wir alle gehorchen. Ich habe es ſtets ausgeſprochen, daß Euer Kaiſerliche Hoheit der getreueſte Unterthan Seiner Majeſtät ſind, und daß alle Mißverſtändniſſe nur von dort herrühren, daß der Kaiſer ſeinen Willen nicht offen ausſpricht, und die alten Formen viel zu ſehr be⸗


