Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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53 trugen, entgegnete traurig:„Lacht mich nur aus wie Ihr wollt; ich bin jetzt abergläubiſch, und eine Erinnerung aus meiner Jugend verfolgt mich un⸗ abläſſig. In meinen erſten Schuljahren in Raab gingen wir Studenten ſehr vft auf den Kirchhof außer der Stadt an der Peſther Straße, um dort Ball zu ſpielen, und der alte Todtengräber freute ſich ſtets über den Lärm, den wir machten, wenn er dort gerade mit ſeinem Spaten ein Grab grub. Er erzählte uns oft ſchauerliche Geſchichten, und wir ſtellten uns während ſeiner Arbeit im Kreiſe um ihn herum und hörten ihm zu. Dann nahm er auch unſere Hände, beguckte die Linien darin und wahrſagte uns aus dieſen; ſo oft ich aber meine kleine Hand ihm reichte, ſtieß er ſie zurück und ſagte:„Ihnen, junger Herr, kann ich nicht prophezeien.“ Das ärgerte mich denn oft und ich klagte es meinem Hofmeiſter. Als aber dieſer den alten Todtengräber frug, warum er mich anders behandle wie meine Schulkameraden, antwortete der Todtengräber:„weil der junge Herr keines ehr⸗ lichen Todes ſterben wird.“ Der alte Mann ſtarb bald darauf und ich hatte dieſe Kinderei ſeit Jah⸗