Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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denn er hatte noch immer keine Nachricht von Ma⸗ dame Raimond erhalten.

Anfangs September wurden der Abt und der Graf von Wien nach Ofen gebracht. Jubel be⸗ grüßte ſie, als ſie zum erſtenmal unter ihren Freun⸗ den erſchienen, und Laczkovies eilte zu Martino⸗ vies, ſchüttelte ihm die Hand und ſagte:„Ich hatte Deine Ueberredungsgabe ſtets bewundert; aber nie hätte ich geglaubt, daß ſie mich bis in die Mönchs⸗ zelle des Franziskaner⸗hloſters bringen werde. Du kümmerſt Dich freilich nicht darum, Du warſt ſchon in Deiner Jugend Franziskaner; aber ich, der ich ein Mann des Schwertes war, gehe hier durch Langeweile zu Grunde.“

Martinovies lächelte und bemerkte, es ſei doch noch leichter ſich an das Kloſter zu gewöhnen, als an das Schwert, mit dem ſie der Königliche Fis⸗ cal bedrohe.

Sigray fuht bei dieſen Worten ſichtbar zuſam⸗ men und rief bittend:„Macht nicht ſo ſchlechte Späße; mich ſchaudert, wenn ich Euren Leichtſinn ſehe.“