Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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den Hof hinunter geführt, um dort zwei Stunden lang ſpazieren zu gehen, und bei dieſer Gelegen⸗ heit konnten ſie ſich ungeſtört miteinander unter⸗ halten, denn der Profos ſetzte ſich ganz ruhig auf die Bank an die Mauer und rauchte gemüthlich ſeine Pfeife. Der Inſpectionsoffizier aber blieb ſelten länger als einige Augenblicke bei ihnen. Bei dieſen Spaziergängen im Hofe ſahen die Gefan⸗ genen ſtets, wie viel Leidensgefährte angelangt wa⸗ ren, und erfuhren, was ſeit der Zeit ihrer Verhaf⸗ tung ſich in der Welt ereignet hatte, denn die Ver⸗ bindung nach Außen war ihnen ſehr erſchwert. Tinte, Feder und Papier gewährte man ihnen zwar, doch jeder Brief, den ſie ſchrieben, mußte durch die Hände des Kameralfiskals, Herrn Völgyy, gehen, eines arroganten jungen Mannes, dem die Auf⸗ ſicht über die Gefangenen übergeben war, und der ihnen die Wichtigkeit wollte fühlen laſſen, die er in ſeinen eigenen Augen beſaß. Kein Brief, keine Zeitung, kein Buch durfte in das Franziskaner⸗ Kloſter, ohne erſt ſeine Genehmigung erhalten zu haben, und launenhaft wie er war, hielt er oft die II. 4

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