Teil eines Werkes 
2. Band (1851)
Entstehung
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Franziskaner⸗Kloſter als Kerker für die Verhafte⸗ ten benutzt. Nach dem Thore zu waren die Gitter an den Fenſtern zwar ſchwach, doch ſchien die Höhe derſelben ein hinlängliches Hinderniß des Entwei⸗ chens, um ſo mehr als eine Wache längs der Mauer auf dem Schloßberge ſtets auf⸗ und ab⸗ ſpazierte, und natürlich jeden Verſuch, ſich von oben mittelſt Stricken herab zu laſſen, gleich bemerkt hätte. Die Zellen der Mönche waren wie geſchaf⸗ fen für einen Kerker. In einem langen Corridor, nach dem die Thüren ſich öffneten, ſtand an jeder Ecke ein Grenadier, und wäre es auch einem Ge⸗ fangenen geglückt, ſeine Wachſamkeit ſo zu täu⸗ ſchen, daß er unbemerkt ſich über die Treppen hinab hätte ſchleichen können, ſo war er doch erſt im Kloſterhofe, aus dem nur ein einziges Thor hin⸗ ausführte, und dieſes war wieder von zwei Gre⸗ nadieren bewacht. Die Sorgfalt, mit der die Si⸗ cherheitsmaßregeln getroffen waren, zeigte von der Wichtigkeit, die man den Gefangenen beilegte. Ihre Zahl mehrte ſich täglich. Sie wurden übrigens nicht hart behandelt; ſie ſahen ſich von Zeit zu Zeit alle, denn jeden zweiten Tag wurden ſie in