37 auszuſprechen, und dann wirft er ſein Amt von ſich, weil ein hübſches Mädchen, das er zum erſten⸗ male in ſeinem Leben ſicht, ihm in höchſter Auf⸗ regung Vorwürfe macht. Doch als ſie die offene Miene Fekete's und ſeine ehrlichen Augen ſah, fiel es ihr gleich ein, es zeige doch von Tact und Zartgefühl, daß er ſie bisher nicht direct angeredet habe, um ſie zu ſchonen, ſondern nur durch die Vermittelung Lenke's ſich ihr nahte. Sie fragte ihn daher freundlich:„Worin beſteht Ihr Rath?“
Die Franzöſin hatte Fefete nicht falſch beur⸗ theilt. Er war nicht der muthig entſchloſſene, ju⸗ gendlich friſche Character Szolareſek's. Der ein⸗ zige Sohn einer Wittwe, die ihn ſtets mit ängſtlicher Liebe umgab, war Fekete's Gemüth weich geblieben; den Eindrücken offen, ſich ſelten zu einem feſten Widerſtand ermannend. Dagegen hatte er ein fei⸗ neres Gefühl als manche ausgeprägte Charactere. Inſtinetmäßig erkannte er bei Anderen jene Wunden des Gemüthes, die man nicht einmal mit ſchonender Freundeshand berühren darf, und ging ſtets in die Stimmung jener ein, die ihn umgaben. Wenn er daher auch im erſten Augenblicke ſelten gefiel, ſo


