in einigen Wochen wird es ſich dann ſchon zeigen, was noch zu thun übrig bleibt.“
Die Baronin hatte bis jetzt ruhig zugehört, kein Zug Ihres Geſichtes verrieth ihre innere Aufregung. Doch jetzt blitzte ihr Auge mit zorn⸗ erglühtem Blicke, ſie erhob ſich von ihrem Sitze und rief mit lauter Stimme:
„Sie wollen mir alſo die Freiheit meines Sohnes verkaufen! Sie wollen ehrloſen Handel treiben mit der Gewalt, die Ihnen Ihr Amt ein⸗ räumt? Ich erkläre Ihnen nun feierlich, daß ich für meinen Sohn kein Löſegeld zahle.“
„Darf ich bitten ſich zu mäßigen,“ unterbrach ſie Nemeth,„man könnte Sie im Nebenzimmer hören; laſſen Sie ſich durch Ihre Leidenſchaft nicht verblenden. So einflußreich Sie ſich auch hier und bei Hofe in Wien glauben, ſo dürfte doch ein Krieg mit mir bloß zu Ihrem Nachtheil aus⸗ fallen, laſſen Sie uns die Angelegenheit mit Ruhe verhandeln.“
„Ich nehme den Krieg an!“ rief die Baronin erzürnt,„und ich kümmere mich nicht darum, wenn die ganze Welt es erfährt;— doch ich klage nicht


