Teil eines Werkes 
2. Theil (1855) Familiengeschichten
Entstehung
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dem er geſtorben, begriff ſich jetzt: er war vor Vergnügen geſtorben über die Verwickelung, die entſtehen mußte, ſeitdem die beiden jungen Frauen gleichzeitig der heiligen Mutterhoffnung entgegengingen.

Freilich, was die arme Klara anbetraf, ſo war die Verwickelung bereits gelöſt und zwar auf eine für ſie höchſt nachtheilige Weiſe. Sie hatte, wie wir wiſſen, eine Tochter geboren; damit hatte ſie alle Anſprüche an das Ver⸗ mögen des Oheims eingebüßt. Ulrike's Stunde ſtand noch bevor; es war höchſt peinlich für eine junge Frau, ihr erſtes Wochenbett auf eine ſolche Art zum Gegenſtand der öffentlichen Neugier gemacht zu ſehen. Auch verlangte der entrüſtete Hugo allen Ernſtes, daß ſie dem thörichten Teſtament freiwillig entſage; Ehre ſei ja doch nicht dabei zu holen, und wo keine Ehre, da ſei auch kein Segen. Allein dem widerſetzte Ulrike ſich heftig, und auch der Vet⸗