Teil eines Werkes 
2. Theil (1855) Familiengeschichten
Entstehung
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ſei es aber beſſer gethan, ſein Geld an Arme und Kranke zu verwenden auch gut, er ſchlage die Karten wie ein unparteiiſcher Croupier nach beiden Seiten und Gott möge nun entſcheiden, wie ſie fallen ſollten.

Nach dieſer ſeltſamen und unerhörten Ein⸗ leitung begann denn das eigentliche Teſtament. Zuerſt kam eine Reihe von Legaten; ſie waren nicht beträchtlich und boten auch ſonſt nichts Bemerkenswerthes dar. Die meiſten betrafen ſeine ehemalige Dienerſchaft; beſonders ſein alter Kammerdiener, der ihn vor dreißig Jah⸗ ren auf ſeiner großen Reiſe begleitet hatte und ſeitdem das Gnadenbrot in ſeinem Hauſe, war reichlich bedacht. Auch des Vetters hatte er nicht vergeſſen; doch war die Summe nur

mäßig, knapp die Hälfte von Dem, was der

alte Kammerdiener erhielt. Der Vetter, ſchrieb

er dazu, ſei ein kluger und beſcheidener Mann, der werde es ſchon zu etwas bringen. Auch