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von dem leidenſchaftlichen Tone, den Emil in den unterge⸗ ſchobenen Briefen angeſchlagen hatte. Nach Verlauf eini⸗ ger Jahre meldete er der Freundin, daß er im Begriff ſtehe, ſich zu vermählen, und zwar mit der einzigen nach⸗ gelaſſenen Tochter eines Geſchäftsfreundes, dem er ſelbſt in frühern Jahren große Verbindlichkeiten ſchuldig geworden und der kurz vor ſeinem Tode durch Un⸗ gfäle verarmt war; es war eine Heirath, weniger aus Liebe, als aus Dankbarkeit. Auch ſtarb die Frau bald und da Hermann ebenfalls ſein baldiges Ende Heraunahen fühlte, ſo empfahl er in ſeinem Teſtament ſein einziges Kind, ein Töchterchen, dem Sch ſuer fernen Freundin.
Das iſt die Helene, für welche dieſe glätter ur⸗ ſprünglich geſchrieben wurden: dieſelbe Helene, die als blühendes, goldlockiges Kind das ganze Glück, die ganze Lebensfreude der alternden Dame war und die ſie dann als lieblich erblühte Jungfrau dem Her⸗ ausgeber dieſer Blätter in die Arme legte, als ſein höch⸗ ſtes Kleinod und Schatz ſeines Lebens. Schon wiegt dieſe Helene eine dritte deſſelben Namens auf dem Schooße und auch auf dieſer hat noch das Auge der Großmutter geruht(denn ſo nannte die mütterliche Freundin ſich mit Recht), bevor es ſich zum ewigen Schlummer ſchloß. Möge ſie heranwachſen und


