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Jetzt hatte ich Muth, Abſchenu und Widerwil⸗ len gaben ihn mir.
„Ich habe,“ erwiederte ich mit raſch errungener Faſſung,„keinen Grund, den Herrn Grafen zu fürch⸗ ten, eher dürfte es vielleicht umgekehrt ſein. Aber noch weniger Grund haben Sie, Couſin, mir Be⸗ ſuche zuzuführen und zwar zuzuführen in einem Au⸗ genblick wie der gegenwärtige, die ich nicht ſehen will. Bedenken Sie, Emil: Hermann, Ihr Bruder, hat mich Ihrem Schutze, Ihrer Ehre anvertraut— beden⸗ ken Sie das! Und nun gehen Sie und beſorgen Sie ſo ſchleunig wie möglich ein Fuhrwerk, das mich Ihrem Bruder entgegenführt. Oder wenn Sie das nicht können, gut: ſo gehe ich zu Fuß— aber nicht Hermann entgegen, ſondern zurück in das Haus mei⸗ nes Gatten; er wird mich tödten— aber lieber todt als dies„
Murrend und brummend entfernte ſich Emil, angeblich um meinen Willen in Ausführung zu brin⸗ gen. Allein auch dieſer Tag verging in nutzloſem Warten und ſchon dämmerte der Abend, als er end⸗ lich wieder in mein Zimmer trat.
„Sie haben mir zwar verboten, theure Couſine,“ ſagte er,„Ihnen Beſuche zuzuführen; hier jedoch iſt ein Fall, wo ich hoffe, Sie werden von Ihrer Strenge


